Was und woran glauben die Mormonen?


Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage - woran glauben die Mormonen?

Jesus Christus


Jesus Christus Auferstehung - Kirche Jesu Christi
Auferstehung Jesus Christus

Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage lehrt, dass Jesus Christus ein vollkommenes Leben ohne Sünden geführt hat. Sowohl in der Bibel als auch im Buch-Mormon wird diese Lehre beschrieben. Die Mormonen - wie sie oft bezeichnet werden, gehören der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage an. Sie sind Christen und leben und handeln nach den Lehren Jesu Christi. Die Frage: "Woran glauben die Mormonen?" 

kann mit der einen und umfassenden Aussage beantwortet werden,

sie glauben an Jesus Christus den Sohn Gottes und Erlöser und Erretter aller Menschen. 

 

Jesus Christus gründete seine Kirche, lehrte sein Evangelium und vollbrachte viele Wunder. Er berief zwölf Männer dazu, seine Apostel zu sein, darunter Petrus, Jakobus und Johannes. Er unterwies sie und übertrug ihnen die Priestertumsvollmacht, damit sie in seinem Namen lehren und heilige Handlungen wie die Taufe vollziehen konnten. Von der Erschaffung der Welt an warteten die Kinder Gottes auf das Kommen des Erretters, Jesus Christus. Wie der himmlische Vater verheißen hatte, sandte er seinen Sohn Jesus Christus vor über 2000 Jahren auf die Erde. An was glauben die Mormonen? Woran glauben die Mormonen eigentlich noch?


Propheten


Propheten und Apostel heute. Wer sind die Mormonen?
Propheten & Apostel - Die Erste Präsidentschaft -

Die Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten

Tage und haben gelobt, Gottes Willen, der durch seinen Aposteln und Propheten kundgetan wird, zu achten und zu befolgen. Das bedeutet, dass wir gebeterfüllt auf das hören, was sie sagen, dass wir sie unterstützen und für ihr Wohlergehen beten. Sowohl Frauen als auch Männer erfüllen eine Mission, bekleiden Führungsämter, sitzen in Ratsgremien und unterrichten und beten regelmäßig im Gottesdienst. Mehrere weltweit tätige Organisationen innerhalb der Kirche werden von Frauen geleitet: Die Frauenhilfsvereinigung (die größte Frauenorganisation der Welt), die Organisation der Jungen Damen (für Mädchen zwischen 12 und 18 Jahren) und die Primarvereinigung PV (für Kinder zwischen 18 Monaten und 12 Jahren). Die Möglichkeiten zum Helfen sind fast grenzenlos, und wenn die Frauen und Männer in der Kirche zusammenarbeiten, können sie wahrhaftig der Aufforderung des Erlösers nachkommen, der seinen Jüngern auftrug, seine Schafe zu weiden (siehe Johannes 21:16,17). Das Resümee aus der Frage woran Glauben die Mormonen ergibt sich aus dem Leben, Wirken und der göttlichen Berufung Jesu Christus, aus allem was er lehrt und wie er seine Kirche auf Erden wiederherstellte. Buchstäblich indem er Propheten und Aposteln seine Vollmacht übertrug.  



Eheschließung


Eheschließung nicht nur für dieses Leben. Die Ehe kann ewig bestehen.
Eheschließung im Tempel

Gottes Plan des Glücklichseins besteht schlussendlich darin, dass Sie und Ihre Familie für immer bei ihm leben können.

Im Siegelungsraum im Tempel werden ein Mann und eine Frau, die bereits gesetzlich geheiratet haben, für alle Ewigkeit miteinander verbunden. Dort knien Mann und Frau an einem heiligen Altar, reichen einander die Hände und werden für dieses Leben und für die Ewigkeit getraut. Diesen Ehebund für die Ewigkeit nennt man Siegelung. Kinder, die in eine solche Ehe geboren werden, sind ebenfalls für immer an ihre Familie gesiegelt. Als Familie gesiegelt zu werden ist die krönende heilige Handlung des Tempels und die größte Segnung Gottes für seine Kinder.

In den heiligen Schriften wird die Vollmacht, Familien für immer zu vereinen, als Macht zu siegeln bezeichnet (siehe Helaman 10:7). Es ist dieselbe Vollmacht, die Jesus dem Apostel Petrus übertrug, um damit Segnungen zu ermöglichen, die im Himmel weiterbestehen werden (Matthäus 16:19).


Jesus Christus


Jesus Christus der Erlöser, Heiland und Erretter der Welt.
Jesus Christus

Der Glaube ist eine starke Überzeugung, die den Menschen zur Tat treibt. Ein Glaube, der zur Sündenvergebung führt, hat Jesus Christus zum Mittelpunkt, dessen Sühnopfer Vergebung möglich macht. Glaube an Jesus Christus umfasst mehr, als passiv an ihn zu glauben. Es bedeutet, zu glauben, dass er der Sohn Gottes ist und dass er für unsere Sünden, Bedrängnisse und Schwächen gelitten hat. Es bedeutet, diesem Glauben entsprechend zu handeln. Der Glaube an Jesus Christus führt dahin, dass Sie ihn lieben, ihm vertrauen und seine Gebote halten. 

 


Ewige Familie


Die Familie kann für immer bestehen. Familie ist für die Ewigkeit.
Eine Familie kann für ewig bestehen.

Gott hat einen klaren Plan aufgestellt, durch den Sie und Ihre Familie zu ihm zurückkehren können. Dieser Plan ist das Evangelium Jesu Christi. Weil Gott alle seine Kinder liebt, wird jeder Mensch irgendwann in diesem Leben oder aber im Jenseits die Gelegenheit bekommen, das Evangelium Jesu Christi zu hören und anzunehmen. Sie nehmen das Evangelium an, indem Sie Glauben an Jesus Christus ausüben, umkehren und heilige Handlungen wie die Taufe und die Konfirmierung empfangen. Eine heilige Handlung ist eine religiöse Zeremonie, die von jemandem vollzogen wird, der Vollmacht von Gott dazu hat. Wenn Sie eine heilige Handlung empfangen, zeigen Sie Ihre Liebe zu Gott und legen heilige Versprechen ab. Im Gegenzug macht er Ihnen heilige Verheißungen. Die Versprechen, die Sie ablegen, wenn Sie eine heilige Handlung empfangen, werden Bündnisse genannt. Heilige Handlungen zu empfangen und Bündnisse einzuhalten ist unerlässlich, um in Gottes Gegenwart zurückzukehren. Dieser zentrale Punkt, dass die Familie in Gottes Gegenwart zurückkehren kann, ist durch das Sühnopfer von Jesus Christus gegeben.

 



Nächstenliebe


Nächstenliebe ist auch Humanitäre Hilfe bei den Mormonen
Nächstenliebe und Humanitäre Hilfe

Dienen


Helfen und dienen in der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage
Dienende und helfende Hände

Der Prophet Mormon aus dem Buch-Mormon das von der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage herausgegeben wurde, erläutert einen der wichtigsten Wesenszüge des Erretters, die auch seine Jünger haben sollen. Er hat gesagt: 

„Wenn ein Mensch sanftmütig und von Herzen demütig ist und durch die Macht des Heiligen Geistes bekennt, dass Jesus der Christus ist, muss er notwendigerweise Nächstenliebe haben; denn wenn er keine Nächstenliebe hat, ist er nichts; darum muss er notwendigerweise Nächstenliebe haben. Und Nächstenliebe ist langmütig und ist gütig und neidet nicht und ist nicht aufgeblasen, sucht nicht das Ihre, lässt sich nicht leicht zum Zorn reizen. …

Darum, meine geliebten Brüder, wenn ihr nicht Nächstenliebe habt, seid ihr nichts, denn die Nächstenliebe hört niemals auf. Darum haltet an der Nächstenliebe fest, die von allem das Größte ist, denn alles muss aufhören – aber die Nächstenliebe ist die reine Christusliebe, und sie dauert für immer fort; und bei wem am letzten Tag gefunden wird, dass er sie besitzt, mit dem wird es wohl sein.“

Güte und Freundlichkeit stehen im Mittelpunkt einer celestialen göttlichen Lebensweise.

So geht ein Christenmensch mit seinen Mitmenschen um.

All unsere Worte und Taten am Arbeitsplatz, in der Schule, in der Kirche und besonders zu Hause müssen von Güte und Freundlichkeit geprägt sein. Jesus Christus, unser Heiland, war der Inbegriff von Güte und Mitgefühl.

Aus den heiligen Schriften lernen wir, dass die rechtschaffene Ausübung des Priestertums davon abhängt, wie gut wir die Grundsätze Güte, Nächstenliebe und Liebe in die Tat umsetzen. Im Buch Lehre und Bündnisse lesen wir:

„Kraft des Priestertums kann und soll keine Macht und kein Einfluss anders geltend gemacht werden als nur mit überzeugender Rede, … mit Milde und Sanftmut und mit ungeheuchelter Liebe,

mit Wohlwollen und mit reiner Erkenntnis, wodurch sich die Seele sehr erweitert, ohne Heuchelei und ohne Falschheit.“ 

Woran glauben die Mormonen auch noch?


Wohltätige Zwecke


Wohltätige Zwecke - Weihnachten im Schuhkarton
Dienstprojekt der Jugendlichen (Schuhkarton)

Die kleinen guten Taten, die jedes Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, auch oft als Mormonen bezeichnet, vollbringt, engagieren sie sich in Krisengebieten auch mit groß angelegte Hilfsaktionen. Die Kirche hat seit 1985, als begonnen wurde, darüber Buch zu führen, über eine Milliarde US-Dollar in bar und in Hilfsgütern an Länder gespendet, die humanitäre Hilfe benötigen. Als Chile im Februar 2010 von einem Erdbeben erfasst wurde, schickte die Kirche Zelte, Planen, Windeln und weitere Hilfsgüter per Lufttransport. Außerdem schickten sie im Januar 2010 zwei Flugzeuge mit über 70 Tonnen an Nahrungsmitteln und Notfallpaketen nach Haiti. Die örtliche, landes- sowie weltweite Organisation der Kirche ermöglicht die Koordination schneller Hilfslieferungen an Nahrung, Vorräten und Hilfskräften dorthin, wo sie am dringendsten gebraucht werden.

 

Die Jugendlichen der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, haben im Rahmen einer Spendenaktion "Weihnachten im Schuhkarton" mehr als 160 Pakete gepakt mit Geschenken für bedürftige Kinder in osteuropäischen Ländern.

Nicht nur die Freude der Kinder die diese Pakete (Schuhkartons) entgegen genommen hatten war groß, auch die Jugendlichen die diese Aktion ausgeführt haben fühlten sich sehr wohl beim packen und natürlich auch über das Ergebnis von über 160 Kartons. 

 

Während seines Wirkens auf der Erde verbrachte Jesus Christus seine Zeit damit, anderen zu dienen und zu helfen.

Wahre Jünger Christi handeln genauso. Der Erretter hat gesagt: „Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt.“ (Johannes 13:35.) 

Wer sich taufen lässt, geht einen Bund ein, den Namen Jesu Christi auf sich zu nehmen. Der Prophet Alma hat diesen Bund einer Gruppe von Bekehrten erklärt, die sich taufen lassen wollten. Er sagte, ihr Wunsch, „in die Herde Gottes zu kommen“, schließe auch die Bereitschaft mit ein, zu dienen und damit etwas zu bewirken – „einer des anderen Last zu tragen, damit sie leicht sei“, „mit den Trauernden zu trauern“ und „diejenigen zu trösten, die des Trostes bedürfen“ (Mosia 18:8,9).Der Erretter ist das beste Beispiel dafür, wie man wahrhaft dient. Er kam zwar als der Sohn Gottes auf die Erde, diente aber doch demütig seinen Mitmenschen. Er hat gesagt: „Ich aber bin unter euch wie der, der bedient.“ (Lukas 22:27.)

Der Erretter hat mit einem Gleichnis deutlich gemacht, wie wichtig es ist zu dienen. In dem Gleichnis kehrt er in seiner Herrlichkeit zur Erde zurück und trennt die Rechtschaffenen von den Schlechten. Zu den Rechtschaffenen sagt er: „Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist. Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen.“ (Matthäus 25:34-36.)

Die Rechtschaffenen verstehen nicht so recht, was er meint, und fragen: „Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben, oder durstig und dir zu trinken gegeben? Und wann haben wir dich fremd und obdachlos gesehen und aufgenommen, oder nackt und dir Kleidung gegeben? Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen?“

(Matthäus 25:37-39.) 

 


Mormonen Spenden


Mormonen spenden für den guten Zweck
Regelmäßige weltweite Spendenaktionen

Desweiteren glauben die Mitglieder der Kirche an die Notwendigkeit und die Wichtigkeit an aktive Nächstenliebe durch Spenden. Im Rahmen der humanitären Hilfe führt die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) überall auf der Welt Hilfsaktionen und Entwicklungsprojekte durch. Diese Projekte werden ohne Ansehen der Nationalität oder Religion der Begünstigten durchgeführt. Hilfe wird beispielsweise bei Naturkatastrophen wie Erdbeben oder Tsunamis geleistet, aber auch bei von Menschen verursachten Katastrophen wie den Folgen von Krieg oder bei einer Hungersnot. Außerdem gibt es Langzeitprojekte, um bei schwierigen, tiefer gehenden Problemen zu helfen, beispielsweise in der Krankheitsbekämpfung. Nur wenige Stunden nach einer Katastrophe bemüht sich die Kirche mit den Behörden vor Ort darum, den Bedarf an Hilfsgütern und Nahrungsmitteln festzustellen. Das Material wird dann unverzüglich in das betroffene Gebiet geschickt. Sobald die gröbste Not gelindert ist, kümmert sich die Kirche auch darum, wie der Bevölkerung langfristig geholfen werden kann. Die Kirche verfolgt dabei das Ziel, den Betroffenen zur Eigenständigkeit zu verhelfen, indem sie ihnen die Fertigkeiten beibringt und die Mittel an die Hand gibt, die sie brauchen, um sich selbst versorgen zu können. Die Hilfsprojekte werden durch Spenden ermöglicht, die vor allem von Mitgliedern der Kirche stammen, aber auch von anderen Menschen aus aller Welt. Die Spenden, die für den humanitären Dienst der Kirche geleistet werden, werden auch in vollem Umfang dafür verwendet. Sämtliche indirekte Kosten der Kirche werden aus anderen Mitteln bestritten. Der humanitäre Dienst der Kirche unterhält weltweit fünf Projekte, die den Menschen zu mehr Eigenständigkeit verhelfen sollen: Schulungen für die Reanimation Neugeborener, Projekte für die Versorgung mit Trinkwasser, die Verteilung von Rollstühlen, die Behandlung von Augenleiden und Masern-Impfaktionen. 



Familienforschung - Genealogie


DER GLAUBE DER MORMONEN BEZIEHT SICH NICHT NUR AUF DIESES LEBEN.
Der Glaube der Mormonen bezieht sich nicht nur auf dieses Leben.

Der Glaube der Mormonen bezieht sich nicht nur auf dieses Leben.


FamilySearch


Rootstech die größte Genealogie-Messe in Salt Lake City
Rootstech weltweit größte Genealogie-Messe

Was ist eigentlich FamilySearch?

FamilySearch ist der Name, mit dem die Kirche alle ihre Bemühungen, Produkte und Dienstleistungen rund um die Familienforschung überschreibt. www.FamilySearch.org ist auch der Titel der vorrangigen Website, auf der Sie Ihre Familiengeschichte entdecken, bewahren und andere daran teilhaben lassen können, und über die Sie auch Namen beim Tempel einreichen. Der Glaube der Mormonen bezieht sich nicht nur auf dieses Leben auf der Erde.

Mit Online Hilfsmitteln zum Erfolg

Erfolg ist nur ein paar Tastenschläge weit weg und das ganz bequem von zu Hause aus. Innovative Technologien machen Familienforschung drahtlos, papierlos und tragbar. Man kann ohne große Mühe damit loslegen.

FamilySearch Stammbaum Muster / Beispiel
Stammbaum FamilySearch - Muster -

In diesem Bereich finden Sie einige häufig gestellte Fragen dazu, wie man mit FamilySearch.org arbeitet. FamilySearch.org ist eine Organisation der Kirche die sich ausschließlich mit Familienforschung - Ahnenforschung - Genealogie befasst und Hilfestellung für jeden Interessierten kostenlos anbietet.

Wenn Sie in den folgenden Ausführungen Hilfe benötigen oder Fragen haben, wenden Sie sich bitte an den Berater für Tempel und Familiengeschichte in einen der Gemeinden der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Um festzustellen, wer dies ist, rufen Sie bitte www.FamilySearch.org/ask/help auf.

 


Wie melde ich mich bei FamilySearch an?


 

Wie melde ich mich bei FamilySearch.org an?Melden Sie sich bitte mit Ihrem FamilySearch-Benutzernamen und -Passwort an. Wenn Sie kein FamilySearch-Benutzerkonto haben, klicken Sie bitte rechts oben auf Kostenlos registrieren und füllen Sie das Formular aus. Sie erhalten eine E-Mail, damit Sie Ihre E-Mail-Adresse bestätigen können. Klicken Sie in der Bestätigungs-E-Mail auf den Link, um Ihr Benutzerkonto zu aktivieren. Sie können auch den Benutzernamen und das Passwort für Ihr Internetkonto bei der Kirche (LDS Account) verwenden, um sich anzumelden.

Wenn Sie sich nicht an Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort erinnern können, klicken Sie bitte auf „Haben Sie Ihren Benutzernamen oder Ihr Passwort vergessen?“ und befolgen Sie die Anweisungen auf dem Bildschirm.

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Was ist der Familienstammbaum?

Der Familienstammbaum ist der Teil von FamilySearch.org, wo Ihre Familie über Generationen hinweg angezeigt wird und wo man Angaben zu all diesen Menschen findet. Im Familienstammbaum können Sie ansehen, wie die Generationen zusammengehören. Sie können auch konkrete Angaben über einen Vorfahren ansehen, zum Beispiel seinen Namen, Angehörige, wichtige Ereignisse, Fotos und Geschichten.

Wenn Sie bei FamilySearch angemeldet sind, zeigt das System eine Ahnentafel mit Ihnen am Ausgangspunkt an. Ihre Vorfahren befinden sich rechts; Ihre Nachfahren befinden sich links.

Der Familienstammbaum ist ein gemeinschaftlicher Stammbaum, was bedeutet, dass jeder einen Beitrag zu demselben Stammbaum leistet. Wenn jemand Angaben hinzufügt oder ändert, werden auch die Angaben in Ihrem Stammbaum geändert, und jeder kann die Änderungen sehen. 

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Auf welche Weise kann ich den Familienstammbaum ansehen?

Wenn Sie Stammbaum auswählen, können Sie verschiedene Ansichten aufrufen, von denen alle die Beziehungen zwischen mehreren Generationen von Vorfahren anzeigen.

Klicken Sie links oben auf die Schaltfläche Ansicht und wählen Sie eine der folgenden Ansichten aus. (Wenn Sie sich auf der Seite mit den Einzelheiten zu einer Person befinden, klicken Sie auf den Namen der Person, dann auf Stammbaum und schließlich auf Ansicht.)

Fächer: Hier sind die Vorfahren mit verschiedenen Farben gekennzeichnet. Kinder befinden sich unter der Hauptperson; Vorfahren werden darüber wie in einem Fächer angezeigt. Um eine andere Person in die Mitte zu verschieben, führen Sie den Mauszeiger nahe an den Namen und klicken auf das Fächersymbol, das sodann erscheint.

Über diese Ansicht kann man leichter sehen, wo man einem Stammbaum weitere Generationen hinzufügen könnte.

Familysearch der Mormonen
FamilySearch Stammbaum (Fächer)

Hochformat: Dies ist eine vertikale Ahnentafel mit den Aufnahmen von Ihren Vorfahren, die Benutzer dem Familienstammbaum hinzugefügt haben. Klicken Sie auf den Aufwärtspfeil, um den Stammbaum um zwei Generationen zu erweitern. Um eine Person an den Ausgangspunkt zu verschieben, klicken Sie auf den Namen des Betreffenden und dann auf Stammbaum.

Diese Ansicht erleichtert es, sich mit seinen Vorfahren verbunden zu fühlen, und sie lässt sie für einen lebendig werden.

Familienstammbaum - Tree
Familienstammbaum - Tree

Die Familie Gottes sammeln


„Geistige Verbundenheit … entsteht, wenn eine junge Frau ihrer Großmutter hilft, genealogische Angaben in einen Computer einzugeben, oder wenn ein junger Mann den Namen seines Urgroßvaters in Volkszählungsunterlagen entdeckt. Wenn unser Herz sich unseren Vorfahren zuwendet, ändert sich etwas in uns. Wir fühlen uns zu etwas zugehörig, was unser Selbst übersteigt.“

- Russell M. Nelson -

Ahnenforschung der Mormonen mit iPad und Smartphone
Ahnenforschung der Mormonen mit iPad und Smartphone

Mit dem Familienstammbaum führen Sie Ihre Familiengeschichte zusammen


Der Familienstammbaum von FamilySearch der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage - (Mormonen-HLT) bietet jedem kostenlos und unkompliziert die Möglichkeit, seine Herkunft zu entdecken und für die Nachwelt zu erhalten. Erfahren auch Sie die Freude, die es bereitet, Erinnerungen auszutauschen und gemeinsam mit anderen die Geschichte der Familie sorgfältig aufzuzeichnen und lebendig zu halten.


Jeder Mensch – und sei er auch noch so gewöhnlich – kann von Erinnerungen berichten.


Viele wertvolle, berührende Fotos und Geschichten der Familie sind sorgsam in unserem Zuhause und unserem Kopf verstaut. Wir von FamilySearch erhalten Erinnerungen für die Nachwelt, damit sie auch künftigen Generationen zur Verfügung stehen.

Hilfe bei der Ahnenforschung - Familienforschung - Genealogie
Hilfe bei der Familienforschung

Somit befinden sich alle Ihre Erinnerungen DER Familie an einem Ort.

In der Erinnerungsgalerie werden sämtliche Fotos, Geschichten, Dokumente und Audioaufnahmen, die Sie FamilySearch hinzufügen, gesammelt.

Behalten Sie Ihre Erinnerungen besser im Blick als je zuvor.

Zusätzlich zur Rasteransicht der Galerie führen wir nun auch eine Listenansicht ein, damit die Titel sowie die Datums- und Ortsangaben zu Ereignissen für Sie übersichtlicher sind.

Sorgen Sie dafür, dass Ihre Erinnerungen gesehen werden!

Markieren Sie in einem Foto, einem Dokument, einer Geschichte oder einer Audioaufnahme einen Vorfahren, um die Erinnerung der Seite des Betreffenden im Familienstammbaum hinzuzufügen.

So können Sie Ihre liebsten Erinnerungen speichern, wo auch immer Sie sie gefunden haben.

Sie können auf FamilySearch jede Erinnerung Ihren Favoriten hinzufügen – einer Sammlung in der Galerie. Diese dienen als eine Art Lesezeichen für Ihre Erinnerungen, damit Sie sie schnell und einfach wiederfinden.

In nur einem Augenblick können Sie Fotos in Dokumente und Dokumente in Fotos umwandeln.

In der Galerie können Sie mehrere Erinnerungen auswählen und sie gleichzeitig bearbeiten. Wenn Sie mehrere hoch geladene Fotos als Dokumente kategorisieren möchten, wählen Sie einfach alle aus und klicken Sie auf In Dokumente umwandeln.

Wenn also etwas erinnerungswürdig ist, halten Sie es fest!

Mit der App „FamilySearch – Erinnerungen“ können Sie die schönen Augenblicke, die Sie in der Familie verleben, für die Nachwelt festhalten und Ihre Angehörigen jetzt und in Zukunft daran teilhaben lassen. Es funktioniert überall – sogar, wenn Sie keinen Internetzugang haben.

Interviewen Sie Angehörige, machen Sie Fotos und halten Sie wichtige Einzelheiten aus Ihrem Leben und einzigartige Erlebnisse fest. Sichern Sie wertvolle Erinnerungen, bevor es zu spät ist. Ihre ganze Familie wird es Ihnen danken.


Freude an der Familienforschung


Ein Apostel spricht über Familienforschung der Mormonen
Ein Apostel spricht über Familienforschung

Elder Quentin L. Cook vom Kollegium der Zwölf Apostel


Elder Cook ist ein Apostel der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage - Mormonen.

Elijas Verheißung macht deutlich, dass wir gegenüber den Generationen, die uns vorausgegangen sind, und gegenüber den Generationen, die uns folgen, eine Verpflichtung haben.

 

Vergessen Sie nie, dass die Familienforschung – und die heiligen Handlungen des Tempels, die dadurch möglich sind – ein unentbehrlicher Teil des Erlösungswerks ist und dass die Mitwirkung an diesem heiligen Werk für die Verstorbenen ein Segen für die Lebenden ist. Unser Glaube und unsere Bindung an das Evangelium werden gestärkt, wir können Versuchungen leichter widerstehen, unsere Familie rückt enger zusammen, und unsere Gemeinden und Pfähle werden gestärkt.

Ich möchte auf den Aspekt „Namen finden, in den Tempel mitnehmen und Wissen weitergeben“ eingehen. Unter Namen finden verstehen wir, dass man mithilfe der Website FamilySearch.org oder des Hefts Meine Familie: Geschichten, die uns zusammenführen den Namen eines oder mehrerer Vorfahren (oder eines ihrer Nachkommen) ausfindig macht. Diese Namen in den Tempel mitzunehmen ist der nächste Schritt. Tun Sie es selbst oder geben Sie sie an andere weiter, damit diese sie mitnehmen können. (Gehen Sie möglichst als Familie in den Tempel.) Wissen weitergeben bedeutet, dass Sie Ihre Familie unterweisen und dann andere anleiten, es Ihnen gleichzutun. Im Plan des Vaters geht es um die Familie, die durch einen großen Baum symbolisiert wird. Damit ein Baum leben und wachsen kann, braucht er beides: Wurzeln und Zweige. Ebenso müssen wir mit beidem verbunden werden: mit unseren Wurzeln – unseren Eltern, Großeltern und anderen Vorfahren – und mit unseren Zweigen – unseren Kindern, Enkeln und weiteren Nachkommen. In mehreren eindrücklichen Schriftstellen wird das Bild vom Baum mit seinen Wurzeln und Zweigen, der die Familie darstellt, verwendet (siehe Jesaja 11:1; Jakob 5).

 


Die Mission des Elija


Im letzten Buch des Alten Testaments prophezeit der Prophet Maleachi, dass der Prophet Elija zur Erde zurückkommen wird, bevor „der Tag des Herrn kommt, der große und furchtbare Tag … Er wird das Herz der Väter wieder den Söhnen zuwenden und das Herz der Söhne ihren Vätern, damit [der Herr] nicht kommen und das Land dem Untergang weihen muss.“ (Maleachi 3:23,24.)

Als der Engel Moroni im Jahr 1823 dem 17-jährigen Joseph Smith erschien, zitierte er ebendiese Verse aus Maleachi, jedoch mit anderem Wortlaut. Moroni sagte in jener Septembernacht:

„Siehe, ich werde euch das Priestertum durch die Hand des Propheten Elija offenbaren, ehe der große und schreckliche Tag des Herrn kommt. …

Und er wird die Verheißungen, die den Vätern gemacht worden sind, den Kindern ins Herz pflanzen, und das Herz der Kinder wird sich ihren Vätern zuwenden. Wenn es nicht so wäre, würde die ganze Erde bei seinem Kommen völlig verwüstet werden.“ (Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:38,39.)

Vier Mal trug der Engel Moroni dem jungen Joseph Smith Maleachis Worte vor.

Stellen Sie sich vor, wir wüssten über den großen Propheten Elija nicht mehr als das, was Joseph Smith in der Bibel nachlesen konnte. Aus der Bibel erfahren wir, dass Elija in einer unruhigen Zeit lebte, fast 900 Jahre vor der Geburt Christi. Das böse Königspaar Ahab und Isebel regierte über Israel in Schlechtigkeit. Es verleitete seine Untertanen dazu, den Götzen Baal anzubeten, und ermordete die Propheten des Herrn und andere.

Elija war ein bemerkenswerter Prophet. Christen und Juden in aller Welt erkennen den Bericht von Elija im Alten Testament an.

Die heiligen Schriften berichten, wie Elijas Leben auf wundersame Weise bewahrt wurde und wie er eine Witwe vor dem Hungertod rettete und ihren Sohn von den Toten auferweckte (siehe 1 Könige 17). Elija vernahm „ein sanftes, leises Säuseln“, und der Herr versicherte ihm, dass er in seinem Eifer für den Herrn nicht allein war (siehe 1 Könige 19:4-14). Schließlich wurde Elija entrückt und in den Himmel aufgenommen, ohne den Tod zu schmecken

(siehe 2 Könige 2:7-12).Allerdings kennen wir nur dank neuzeitlicher Offenbarung die Mission Elijas in vollem Umfang. Er war der letzte Prophet vor der Geburt Jesu Christi, der die Siegelungsvollmacht des Melchisedekischen Priestertums innehatte. Zusammen mit Mose erschien er in der Mitte der Zeit dem Erlöser und Petrus, Jakobus und Johannes auf dem Berg der Verklärung (siehe Matthäus 17:1-4; Markus 9:2-5). Im Jahr 1836 erschien Elija Joseph Smith und Oliver Cowdery im Kirtland-Tempel, ein maßgeblicher Bestandteil der Wiederherstellung. Dort stellte er erneut die Schlüssel der Siegelungsvollmacht wieder her, dieses Mal, damit in unserer Evangeliumszeit in Erfüllung von Maleachis Prophezeiung Familien aneinander gesiegelt werden können (siehe LuB 110:13-16). Da Elija in der jetzigen Evangeliumszeit zu uns gesandt wurde, steht den Lebenden und den Toten die Fülle der Errettung offen.

Elijas Mission wird durch den sogenannten Geist des Elija unterstützt, nämlich „einer Manifestation des Heiligen Geistes, der vom göttlichen Wesen der Familie Zeugnis gibt“2, wie Russell M. Nelson, Präsident des Kollegiums der Zwölf Apostel, erklärte. Daher nennen wir die Kundgebungen des Heiligen Geistes im Zusammenhang mit der Familienforschung und der Tempelarbeit oft den Geist des Elija.

Über diejenigen, die uns vorausgegangen sind, lesen wir im Buch Lehre und Bündnisse: „Ohne sie können wir nicht vollkommen gemacht werden, und auch sie können nicht ohne uns vollkommen gemacht werden.“ (LuB 128:18.) Was bedeutet das? Die Antwort finden wir in den heiligen Schriften:

„Und nun, meine vielgeliebten Brüder und Schwestern, lasst mich euch versichern, dass es sich hier um Grundsätze hinsichtlich der Toten und der Lebenden handelt, die man im Hinblick auf unsere eigene Errettung nicht leichthin übergehen kann. Denn ihre Errettung ist für unsere eigene Errettung notwendig und wesentlich, wie Paulus in Bezug auf die Väter gesagt hat – dass sie nicht ohne uns vollkommen gemacht werden können –, und auch wir können ohne unsere Toten nicht vollkommen gemacht werden.“ (LuB 128:15; Hervorhebung hinzugefügt.)

„Ihre Errettung ist für unsere eigene Errettung notwendig und wesentlich“ bedeutet, dass bei der Errettung der gesamten Menschheit eine Abhängigkeit voneinander und Verbundenheit miteinander besteht – wie bei den Wurzeln und Zweigen eines großen Baumes.

 


Apostel berichten


Ein Apostel der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage berichtet aus eigenen Erfahrungen über seine Familienforschung - Genealogie - Ahnenforschung:

 

 

Rootstech Familienforschungs- Ahnenforschungs- und Genealogiemesse in Utah.

 

ELDER RENLUND: 

Im Dezember 1963 fuhren wir sechs Stunden lang von Helsinki zur Insel Larsmo an der Westküste Finnlands. Dort ist mein Vater aufgewachsen. Und meine Großmutter, Lena Sofia, lebte dort.

Jahre zuvor, 1912, hörten meine Großmutter, Lena Sofia, und mein Großvater, Leander, Missionaren aus Schweden zu, die das wiederhergestellte Evangelium verkündeten. Damals gab es auf der ganzen Welt weniger als 800 Missionare. Heute sind es über 80.000 Missionare auf der ganzen Welt. Diese Missionare brachten ihnen die Botschaft vom wiederhergestellten Evangelium, und Lena Sofia und Leander ließen sich am nächsten Tag taufen. Sie wurden Mitglieder eines kleinen Zweiges, des ersten in Finnland.

Wenige Jahre danach starb Leanders Mutter, die bei ihnen gelebt hatte, an Tuberkulose. 1917 starb auch Leander an Tuberkulose. Zurück blieb Lena Sofia, die gerade mit ihrem zehnten Kind schwanger und nun Witwe war. Dieses Kind – mein Vater – kam zwei Monate nach Leanders Tod zur Welt. Lena Sofia verlor insgesamt sieben ihrer zehn Kinder. Sie war eine arme Bauersfrau und es war für sie unglaublich schwierig, den Rest der Familie zusammenzuhalten.

Fast 20 Jahre lang konnte sie nachts nicht durchschlafen. Sie arbeitete als Tagelöhnerin, um genug Essen auf den Tisch zu bekommen. Nachts pflegte sie diejenigen, die im Sterben lagen. Der Tod hing ihnen buchstäblich über dem Kopf. Man stapelte damals nämlich Holzbretter zum Trocknen im Dachgebälk, und daraus wurden dann Särge für die Toten gezimmert. Man kann sich kaum vorstellen, wie sich Lena Sofia gefühlt haben muss.

Als wir uns 1963 kennenlernten, war ich gerade elf geworden, und sie war 87. Sie war von einem Leben harter Arbeit schwer gebeugt. Sie war so krumm, dass sie kein Stück größer wurde, wenn sie vom Stuhl aufstand. Ihr Gesicht und ihre Hände waren vom Wetter gegerbt, zäh und rau wie altes Leder.

Sie richtete sich auf, so gut sie konnte, zeigte auf ein Foto von Leander an der Wand und sagte auf Schwedisch zu mir: „Det här är min gubbe“ – das ist mein lieber Mann.

Ich war im Herbst auf eine schwedische Schule gewechselt und lernte gerade erst wieder Schwedisch. Ich dachte, sie hätte etwas falsch gemacht, als sie in der Gegenwartsform sagte: „Das ist mein lieber Mann“, denn Leander war ja schon 46 Jahre tot. Ich sagte meiner Mutter, dass Lena Sofia hätte sagen müssen: „Das war mein lieber Mann.“ Da meinte meine Mutter aber nur: „Das verstehst du nicht.“

Sie hatte Recht. Ich hatte es nicht verstanden. Jedenfalls nicht so wie heute. Ich habe seither oft über die Bedeutung dieser Begegnung nachgedacht und über das, was mir meine Großmutter beigebracht hat. Denken Sie nur, wie viel Kraft und Trost sie aus dem Wissen um die Siegelungsmacht gezogen haben muss! Diese Kraft bekommt eine Richtung, wenn wir forschen und unsere Vorfahren kennenlernen. Sowohl die Familienforschung als auch die Segnungen des Tempels können für uns bedeutsam sein, aber ihre wahre Macht entfaltet sich erst, wenn beides verbunden wird. Man vermischt dabei jedoch nicht einfach zwei Komponenten, vielmehr gibt die eine der anderen eine Richtung. In den langen Jahren als Witwe fand Lena Sofia in dem Wissen, dass diese heiligen Handlungen eines Tages für sie und Leander vollzogen werden, Trost und Frieden.

Der wahre Wert der Familienforschung

ASHLEY: 

Ohne Familienforschung kann man mit der Siegelungsvollmacht nichts anfangen. Und der wahre Wert der Familienforschung zeigt sich erst durch die Siegelungsvollmacht. Die wahre Macht liegt in der Kombination von beidem.

SCHWESTER RENLUND: 

Dieser Gedanke gefällt mir. Überall in den heiligen Schriften erfahren wir etwas über diese beiden Segnungen. Wenn wir beide miteinander verbinden, werden uns weitere Segnungen und mehr Kraft zuteil. Betrachten wir einmal ein paar Beispiele dazu.

Im Buch Lehre und Bündnisse sagt uns der Herr, dass er Elija gesandt hat, um die Verheißungen an die Väter den Kindern ins Herz zu pflanzen. Und dadurch sollte sich das Herz der Kinder den Vätern zuwenden. Das hat deine Großmutter unter anderem auch bei dir eingepflanzt, Dale. Dann sagt uns der Herr, dass die ganze Erde beim Zweiten Kommen des Heilands völlig verwüstet werde, wenn dies nicht stattfinden würde (siehe LuB 2:2,3). Das ist eine deutliche Botschaft.

Selbst wenn wir also alle familiengeschichtlichen Aufzeichnungen der ganzen Welt besäßen und alles, was man überhaupt nur zusammentragen kann – ohne die von Elija wiederhergestellte Siegelungsvollmacht wäre der Zweck der Schöpfung vereitelt. Dies ist eine der ersten Botschaften, die der Herr dem Propheten Joseph Smith in unserer Evangeliumszeit offenbarte.

ELDER RENLUND: 

Du hast Recht, Ruth. Ohne es zu wissen, habe ich mein ganzes Leben lang verspürt, wie kraftvoll und machtvoll die Geschichten und das Beispiel meiner Großmutter und anderer Vorfahren sind.

Im Buch Lehre und Bündnisse, Abschnitt 128, steht eine Verheißung, in der Joseph Smith Maleachi 3:23,24 zitiert. Er erklärt, was es bedeutet, dass sich „das Herz der Kinder ihren Vätern“ zuwenden wird, und bringt dies mit der Siegelungsmacht und der Taufe für die Verstorbenen in Verbindung. Dann sagt er: „Und nicht nur dieses, sondern auch das, was von der Grundlegung der Welt an niemals offenbart worden ist, sondern vor den Weisen und Klugen verborgen gehalten worden ist, wird in dieser, der Evangeliumszeit der Fülle der Zeiten, den Unmündigen und Säuglingen offenbart werden.“ (Siehe LuB 128:17,18.)

Man stelle sich das vor! Joseph Smith hat vorhergesehen, dass selbst Kinder etwas verstehen und wissen würden, was selbst die Gelehrten der Welt nicht erklären können. Kinder und Jugendliche in aller Welt erfahren diese Segnungen jeden Tag, genau wie ich, als ich elf Jahre alt war und diese Grundsätze von meiner Großmutter und meiner Mutter lernte. Wer auf Erden nie vom Heiland hört, kann dieselben Segnungen erlangen wie der, der in diesem Leben die Gelegenheit dazu hat. Alle haben die Möglichkeit, diese Segnungen zu erlangen.

Die Tempelverordnungen und die Macht, die der Einzelne empfängt

SCHWESTER RENLUND: Und die Tempelverordnungen sind ausschlaggebend dafür, wie viel Macht jemand haben kann. Der Herr hat uns sogar Beispiele dafür genannt. Den ersten Mitgliedern der Kirche wurde gesagt, dass sie das Endowment brauchten, bevor sie das Erlösungswerk voranbringen konnten:

„Darum ist es mir … ratsam, dass meine Ältesten eine kurze Zeit lang auf die Erlösung Zions warten –

damit sie selbst sich bereitmachen können und damit mein Volk vollkommener belehrt werde und Erfahrung sammle und seine Pflichten sowie das, was ich von seiner Hand fordere, vollkommener erkenne.

Und dies kann erst zustande gebracht werden, wenn meine Ältesten mit Macht aus der Höhe ausgerüstet sind.“ (LuB 105:9-11.)

Der Herr erklärte ihnen also, wie wichtig die Vorbereitung auf das Endowment im Tempel ist, durch das die Ältesten mit Macht aus der Höhe gesegnet werden sollten. Diese Segnung half den Heiligen, sich noch vollkommener belehren zu lassen, wie man diese Macht gut nutzt.

ELDER RENLUND: 

Man erfährt noch mehr darüber, wenn man das Weihungsgebet für den Kirtland-Tempel in Abschnitt 109 liest. Joseph Smith sagt im Gebet: „Und damit alle Menschen, die über die Schwelle des Hauses des Herrn treten, deine Macht verspüren und sich gedrängt fühlen anzuerkennen, dass du es geheiligt hast und dass es dein Haus ist, eine Stätte deiner Heiligkeit.“ (LuB 109:13.)

ASHLEY: 

Ja, die heiligen Handlungen des Tempels sind rein und machtvoll. Man sieht, wie die Kombination aus dem Tempel und der Forschungsarbeit und der Beschäftigung mit den Vorfahren zu größerer Macht führt und die Segnungen zunehmen.

SCHWESTER RENLUND: 

Dale, glaubst du, dass Lena Sofia das wusste, als sie das über Leander zu dir sagte? War ihr Verständnis tiefer, weil bei ihr die Macht des Tempels mit ihrer Liebe zu ihm und ihrer Familie verbunden war?

ELDER RENLUND: 

Ja, genau das hat sie ausgedrückt. Lena Sofia wusste, dass ihr längst verstorbener Mann für immer und ewig zu ihr gehörte und gehören wird. Durch die Lehre von der ewigen Familie war Leander in ihrem Leben stets präsent und Teil ihrer großen Hoffnung für die Zukunft. Lena war wie andere, die „voll Glauben … gestorben [sind], ohne das Verheißene erlangt zu haben; nur von fern haben sie es geschaut und gegrüßt und haben bekannt, dass sie Fremde und Gäste auf Erden sind“ (Hebräer 11:13).

Weil sie von der Siegelungsvollmacht so felsenfest überzeugt war, reichte Lena Sofia 1938 die Aufzeichnungen über ihre verstorbenen Kinder ein, die zum Zeitpunkt des Todes über acht Jahre alt waren. So konnte die Tempelarbeit für sie durchgeführt werden, obwohl Lena selbst zu ihren Lebzeiten nicht die Möglichkeit hatte, den Tempel zu besuchen. Diese Aufzeichnungen gehörten zu den ersten, die aus Finnland beim Tempel eingereicht wurden, damit die heiligen Handlungen vollzogen werden konnten.

Erinnert ihr euch noch an den Aufruf von Elder Neil L. Anderson vom Kollegium der Zwölf Apostel bei der RootsTech 2014?

ASHLEY: 

Er forderte die Jugendlichen auf, so viele Namen für den Tempel vorzubereiten, wie sie Taufen im Tempel durchführen.

SCHWESTER RENLUND: 

Dem fügte er 2015 hinzu, sie sollten einem anderen helfen, es ihnen gleichzutun. Zusätzliche geistige Macht

ELDER RENLUND: 

Genau. Ich habe über diesen apostolischen Aufruf nachgedacht und wie er weitere Früchte tragen kann. Angesichts dessen, worüber wir uns unterhalten haben, können wir dieser Verheißung wohl noch ein wenig geistige Macht hinzufügen. Schlagen wir Ezechiel, Kapitel 47, auf:

„Dann führte er [ein Engel] mich [Ezechiel] zum Eingang des Tempels zurück, und ich sah, wie unter der Tempelschwelle Wasser hervorströmte und nach Osten floss; denn die vordere Seite des Tempels schaute nach Osten. Das Wasser floss unterhalb der rechten Seite des Tempels herab, südlich vom Altar.

Dann führte er mich durch das Nordtor hinaus und ließ mich außen herum zum äußeren Osttor gehen. Und ich sah das Wasser an der Südseite hervorrieseln.

Der Mann ging nach Osten hinaus, mit der Messschnur in der Hand, maß tausend Ellen ab und ließ mich durch das Wasser gehen; das Wasser reichte mir bis an die Knöchel.

Dann maß er wieder tausend Ellen ab und ließ mich durch das Wasser gehen; das Wasser reichte mir bis zu den Knien. Darauf maß er wieder tausend Ellen ab und ließ mich hindurchgehen; das Wasser ging mir bis an die Hüften.

Und er maß noch einmal tausend Ellen ab. Da war es ein Fluss, den ich nicht mehr durchschreiten konnte; denn das Wasser war tief, ein Wasser, durch das man schwimmen musste, ein Fluss, den man nicht mehr durchschreiten konnte. …

Er sagte zu mir: Dieses Wasser fließt in den östlichen Bezirk, es strömt in die Araba hinab und läuft in das Meer, in das Meer mit dem salzigen Wasser. So wird das salzige Wasser gesund.

Wohin der Fluss gelangt, da werden alle Lebewesen, alles, was sich regt, leben können, und sehr viele Fische wird es geben. Weil dieses Wasser dort hinkommt, werden (die Fluten) gesund; wohin der Fluss kommt, dort bleibt alles am Leben.“ (Ezechiel 47:1-5,8,9.)

Ezechiel sieht einen immer größer werdenden Fluss, der seinen Ursprung beim Haus hat. Das Wasser, das vom Tempel herausfließt, stellt die Segnungen dar, die von einem Tempel ausgehen und Familien heilen und ihnen das Leben geben.

ASHLEY: 

Und es wird immer tiefer, je weiter es fließt. Das scheint nicht viel Sinn zu ergeben.

ELDER RENLUND:

Denk an mich (eine Person), meine Eltern (zwei Personen), meine Großeltern (vier Personen), immer weiter zurück – aber auch weiter nach vorne. Das Anschwellen des Flusses entspricht dem exponentiellen Wachstum unserer Familie im Laufe der Generationen.

Die Segnungen des Tempels stehen wirklich jedermann offen. Und was für Segnungen! „Wohin der Fluss kommt, dort bleibt alles am Leben.“

Elder Renlund - mormons - Rootstech
Apostel Renlund mit Familie bei der Rootstech

ELDER RENLUND: 

Der Herr hat einen Plan bereitet, wie Lena Sofias Leid, unsere Verluste, Ihre Not überwunden werden können – ja, sogar das Unglück aller Menschen. Er hat sein Priestertum und seine Siegelungsvollmacht auf Erden wiederhergestellt. Das war Lena Sofia bewusst – und meiner Mutter Mariana auch.

SCHWESTER RENLUND: 

Du meinst, als sie Lena Sofias Namen für die Tempelarbeit eingereicht hat?

ASHLEY: 

Ach, das ist eine so schöne Geschichte! Kurz nachdem Lena Sofia 1966 starb, nahm Oma Mariana Lenas Namen höchstpersönlich zur Genealogie-Abteilung mit.3 Der Mann an der Rezeption teilte ihr mit, dass jemand nach den Richtlinien der Kirche mehr als ein Jahr verstorben sein muss, ehe man die Tempelarbeit für ihn erledigen kann. Oma Mariana sagte: „Das gefällt mir nicht! Holen Sie mal jemanden, der mir etwas anderes sagen kann. Sie hat schließlich lange genug gewartet.“

Opa Åke sagte, er habe versucht, ihr gut zuzureden, aber sie bedachte ihn mit einem Blick, den er nur zu gut kannte – jede weitere Diskussion war zwecklos. Opa schrieb in sein Tagebuch: „Der Mann, der ihr sagte, dass mindestens ein Jahr lang nichts erledigt werden könne, hätte wohl mein Mitleid verdient. Er wusste ja nicht, wem er da gegenüberstand. Ich hätte es ihm sagen können, aber er hat nicht danach gefragt.“4

ELDER RENLUND: 

Kaum zwei Monate später war mit der Genehmigung des Präsidenten der Kirche die Tempelarbeit für Lena Sofia und Leander erledigt. Oma Mariana und Opa Åke wurden stellvertretend für Lena Sofia und Leander im Salt-Lake-Tempel für Zeit und alle Ewigkeit gesiegelt. Wusstet ihr, dass nach den heutigen Richtlinien der Kirche jemand, der wegen zu großer Entfernung die Segnungen des Tempels nicht erhalten konnte, kein ganzes Jahr mehr warten muss? So können alle, denen es so geht wie Lena Sofia, diese Segnungen so schnell wie möglich erhalten. Wie Oma Mariana dem Mann von der Genealogie-Abteilung sagte: „Sie haben lange genug gewartet.“

SCHWESTER RENLUND: 

Das war für deine Familie wirklich ein großer Tag! Wie sehr müssen sich Leander und Lena Sofia gefreut haben, von den Kindern ganz zu schweigen. Wenn man die Familienforschung mit der Tempelarbeit verbindet, sind diese Segnungen die Krönung. Aus dieser Verbindung resultiert auch die Macht, über die wir heute gesprochen haben.

Vor kurzem kam mir in den Sinn, dass Elder David A. Bednar vom Kollegium der Zwölf Apostel über diese Macht gesprochen hat. Schon vor Jahren forderte er dazu auf, auf die Segnungen zu achten, die sich aus der Kombination der göttlichen Grundsätze Tempelarbeit und Familienforschung ergeben.

Elder Bednar hat gesagt: „Familienforschung ist nicht bloß ein Programm – und nebenbei verehren wir Gott im Tempel. Es ist alles in Christus vereint. Es liegt Macht darin, die eigenen Vorfahren zu finden und deren Namen zum Haus des Herrn mitzunehmen. Ich habe das getan. Und ich habe mit Hunderttausenden gearbeitet und gesprochen, die diese Arbeit auch verrichtet haben. So gut es auch ist, in den Tempel zu gehen – wenn wir die Arbeit getan haben, um die heiligen Handlungen für unsere verstorbenen Verwandten vollziehen zu können, ist es umso besser.“5

ASHLEY: 

Russell M. Nelson, der Präsident des Kollegiums der Zwölf Apostel, hat ebenfalls verheißen, dass wir diese Macht in unserem Leben erfahren können. Er hat gesagt: „[Tempelarbeit und Familienforschung wirken sich] nicht nur segensreich für diejenigen aus, die bereits durch den Schleier gegangen sind, sondern ebenso für die Lebenden. Es hat eine läuternde Wirkung auf alle, die sich daran beteiligen. Sie tragen buchstäblich zur Erhöhung ihrer Familie bei.“

Verheißener Schutz: 

 

ELDER RENLUND: 

Ich bin dankbar, dass ich ihren Zeugnissen mein Zeugnis hinzufügen und als ein weiterer Apostel mit meiner Stimme den Aufruf zur Tempelarbeit unterstützen darf. Auch ich verheiße Ihnen, dass Sie behütet und beschützt werden. Brüder und Schwestern, ich verheiße Ihnen und Ihrer Familie Schutz, wenn Sie diesem Aufruf nachkommen: Finden Sie so viele Namen, die Sie in den Tempel mitnehmen, wie Sie selbst heilige Handlungen im Tempel verrichten, und geben Sie dann Ihr Wissen an andere weiter, damit sie es Ihnen gleichtun können.

Wenn Sie diesem Aufruf nachkommen, fließen Ihnen und Ihrer Familie Segnungen zu wie bei dem Fluss, von dem Ezechiel gesprochen hat. Und solange Sie diese Arbeit tun und Ihr Wissen an andere weitergeben, damit sie es Ihnen gleichtun, wird dieser Fluss anschwellen. Sie werden nicht nur vor den Versuchungen und Übeln der Welt beschützt, sondern erhalten Macht – Macht, sich zu verändern, umzukehren, zu lernen, geheiligt zu werden, das Herz Ihrer Angehörigen einander zuzuwenden und zu heilen, was geheilt werden muss.