Glaube an Gott und Jesu Christus



Glaube an Gott und Jesus Christus ist eine himmlische Gabe, die man erhält, WENN MAN SICH DAFÜR ENTSCHEIDET, ZU GLAUBEN UND SICH DARUM BEMÜHT UND DARAN FESTHÄLT.


Der Heiland erkannte bei denen, die ihn umgaben, wie stark oder schwach ihr Glaube war. Zu einer Frau sagte er lobend: „Dein Glaube ist groß.“ Bei anderen klagte er: „Ihr Kleingläubigen!“ Andere fragte er: „Wo ist euer Glaube?“ Einen anderen wiederum lobte er mit den Worten: „Einen solchen Glauben habe ich in Israel noch bei niemand gefunden.“

Ich frage mich: Wie viel Glauben sieht der Heiland bei mir? Und heute Abend frage ich Sie: Wie viel Glauben sieht der Heiland bei Ihnen?

Glaube an den Herrn Jesus Christus ist nicht etwas Flüchtiges, was frei in der Luft umherschwebt. Glaube fällt uns weder einfach so zu, noch bleibt er uns als Geburtsrecht erhalten. Er ist, wie es in den heiligen Schriften heißt, feststehen und überzeugt sein von Dingen, die man nicht sieht. Glaube sendet ein geistiges Licht aus, und dieses Licht kann man erkennen. Glaube an Jesus Christus ist eine himmlische Gabe, die man erhält, wenn man sich dafür entscheidet, zu glauben und sich darum bemüht und daran festhält. Entweder wird Ihr Glaube stärker oder schwächer. Glaube ist ein Grundsatz, in dem Macht liegt – wichtig nicht nur in diesem Leben, sondern auch für unseren Fortschritt hinter dem Schleier. Dank der Gnade Christi werden wir eines Tages durch Glauben an seinen Namen errettet. Wie groß unser Glaube in Zukunft sein wird, hängt nicht vom Zufall ab, sondern von unseren Entscheidungen.


Aufrichtige Fragen nachzugehen, spielt eine wichtige Rolle beim Aufbau des Glaubens. Dabei bedienen wir uns unseres Verstandes und unserer Empfindungen. Der Herr hat gesagt: „Ich werde es dir in deinem Verstand und in deinem Herzen … sagen. Nicht jede Antwort kommt sofort, aber die meisten Fragen können durch aufrichtiges Nachforschen geklärt werden und indem man sich um Antworten von Gott bemüht. Wer nur den Verstand und nicht das Herz bemüht, erhält keine Antwort geistiger Natur. „So erkennt auch keiner Gott – außer durch den Geist Gottes und um uns zu helfen, verhieß Jesus uns „einen anderen Beistand, ja, den Geist der Wahrheit.

Der Glaube verlangt keinesfalls auf jede Frage eine Antwort, sondern strebt nach der Zusicherung und dem Mut, vorwärts zu gehen, auch wenn man manchmal zugeben muss: „Ich weiß nicht alles, aber ich weiß genug, um auf dem Weg des Jüngers weiterzugehen.

Wenn man sich in hartnäckige Zweifel vertieft, angetrieben von den Antworten derer, die keinen Glauben haben oder ihm untreu geworden sind, dann schwächt man seinen Glauben an Jesus Christus und an die Wiederherstellung. Der irdisch gesinnte Mensch aber lässt sich nicht auf das ein, was vom Geist Gottes kommt. Torheit ist es für ihn.

Beispielsweise sind Fragen zum Propheten Joseph Smith nichts Neues. Seine Kritiker haben damit schon um sich geworfen, als sein Werk begann. Allen gläubigen Menschen, die durch die eingefärbten Gläser des 21. Jahrhunderts auf fast 200 Jahre zurückliegende Ereignisse und Äußerungen des Propheten Joseph Smith zurückblicken und aufrichtige Fragen dazu haben, gebe ich einen gut gemeinten Rat: Seien Sie nicht so streng mit Bruder Joseph! Eines fernen Tages werden Sie 100-mal mehr Informationen zur Verfügung haben, als auf allen heutigen Suchmaschinen im Internet zusammengenommen zu finden sind, und diese werden von unserem allwissenden Vater im Himmel stammen. Betrachten Sie das gesamte Leben Joseph Smith's – er wurde in Armut geboren und genoss nur wenig Bildung, übersetzte aber das Buch-Mormon in weniger als 90 Tagen.20 Zehntausende ehrliche, eifrige Männer und Frauen schlossen sich dem Werk der Wiederherstellung an. Im Alter von 38 Jahren besiegelte Joseph Smith sein Zeugnis mit seinem Blut. Ich bezeuge, dass Joseph Smith ein Prophet Gottes war. Zermartern Sie sich deshalb nicht mehr das Hirn, sondern gehen Sie voran!

 


Sowohl die Bibel als auch das Buch Mormon geben uns die wunderbare Gewissheit, dass Jesus der Messias ist, der Sohn Gottes. In meiner Hand halte ich eine Erstausgabe des Buches Mormon auf Französisch, die 1852 von John Taylor veröffentlicht wurde, als er das Werk in Frankreich einleitete. Das Buch Mormon wurde mittlerweile ganz oder teilweise in 110 Sprachen übersetzt. Es stellt einen geistigen und handfesten Beweis für die Wahrhaftigkeit der Wiederherstellung dar. Wann haben Sie das Buch Mormon zuletzt von Anfang bis Ende durchgelesen? Lesen Sie es noch einmal. Dadurch wird Ihr Glaube zunehmen.21

Eine weitere Gabe Gottes, die unseren Glauben mehrt, ist die Führung durch die Erste Präsidentschaft und das Kollegium der Zwölf Apostel. Heute haben wir drei neue Apostel bestätigt, und ich begrüße Elder Rasband, Elder Stevenson und Elder Renlund im heiligen Kreis des Kollegiums der Zwölf. Paulus hat gesagt:

„Und er gab den einen das Apostelamt, andere setzte er als Propheten ein, …

um die Heiligen für die Erfüllung ihres Dienstes zu rüsten …

So sollen wir alle zur Einheit im Glauben und in der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen …

Nicht mehr … hin und her getrieben von jedem Widerstreit der Meinungen, … der Verschlagenheit [ausgeliefert oder denen,] die in die Irre führ[en].“22

Die Führung durch die Erste Präsidentschaft und die Zwölf Apostel hilft Ihnen auch, Ihren Glauben zu schützen.


Wenn wir uns für den Glauben entscheiden, Glauben zur Umkehr ausüben und unserem Erretter, Jesus Christus, folgen, dann öffnen wir unser geistiges Auge Herrlichkeiten, die wir uns kaum vorstellen können.


Auch wenn das Feuer Ihres Glaubens anfangs nur klein ist, verhelfen Ihnen gute Entscheidungen zu mehr Vertrauen auf Gott, und dann wächst Ihr Glaube. Die Schwierigkeiten des Erdenlebens schlagen Ihnen entgegen, und böse Mächte, die Ihren Glauben auslöschen wollen, lauern in der Dunkelheit. Wenn Sie jedoch weiterhin gute Entscheidungen treffen, auf Gott vertrauen und seinem Sohn folgen, sendet der Herr mehr Licht und Erkenntnis und Ihr Glaube wird fest und unerschütterlich. Präsident Thomas S. Monson (ein Prophet der Neuzeit) hat gesagt: „Fürchten Sie sich nicht. … Die Zukunft ist so hoffnungsvoll wie Ihr Glaube.


Ich wünschte, ich könnte jedermann diese eine, einfache Tatsache begreiflich machen: Wir glauben an Gott wegen dem, was wir mit Herz und Sinn wissen, und nicht wegen etwas, was wir nicht wissen. Unsere geistigen Erlebnisse sind mitunter zu heilig, um sie in weltliche Begriffe zu fassen, aber das bedeutet nicht, dass sie nicht real sind.

 

Der Vater im Himmel hat seinen Kindern ein geistiges Festmahl bereitet und ihnen dabei alle Arten erlesener Speisen vorgesetzt, die man sich nur vorstellen kann. Dennoch begnügen sich die Zyniker damit, statt diese geistigen Gaben zu genießen, alles aus der Ferne zu beobachten und sich lieber einen Tropfen Skepsis, Zweifel und Verachtung zu genehmigen.

 

Warum sollte sich jemand auf seinem Lebensweg mit dem Kerzenlicht seiner eigenen Erkenntnis zufriedengeben, wenn er sich dem Vater im Himmel zuwenden und das helle Sonnenlicht geistiger Erkenntnis erleben könnte, die seinen Verstand mit Weisheit erweitert und seine Seele mit Freude erfüllt?


Wenn wir mit anderen über Religion und Glaube sprechen, hören wir oft: „Ihren Glauben hätte ich gern!“

Hinter einer solchen Aussage verbirgt sich eine weitere Täuschung: dass der Glaube nur einigen wenigen Menschen zugänglich sei und anderen nicht. Der Glaube ist kein Hexenwerk. Der Wunsch, zu glauben, ist jedoch der erste Schritt, den wir machen müssen. Gott sieht nicht auf die Person. Er ist unser Vater. Er möchte zu uns sprechen. Allerdings gehört ein wenig wissenschaftliche Neugier dazu – ein Versuch mit dem Wort Gottes – und dass man ein Fünkchen Glauben ausübt. Ein wenig Demut ist ebenfalls vonnöten. Und man braucht ein offenes Herz und einen offenen Sinn. Man muss sich, in des Wortes voller Bedeutung, bemühen. Und – was vielleicht am schwierigsten ist – man muss geduldig sein und auf den Herrn warten.

 

Wenn wir uns mit dem Glauben keine Mühe geben, sind wir wie der Mann, der den Stecker vom Scheinwerfer herauszieht und sich dann beschwert, dass dieser kein Licht gibt.


Wenn wir uns für den Glauben entscheiden, Glauben zur Umkehr ausüben und unserem Erretter, Jesus Christus, folgen, dann öffnen wir unser geistiges Auge Herrlichkeiten, die wir uns kaum vorstellen können. Dadurch werden unser Glaube und unsere Überzeugung stärker, und wir sehen noch mehr.

 

Ich bezeuge, dass der Erretter uns selbst in schwersten Zeiten das sagen wird, was er einem besorgten Vater auf einer belebten Straße in Galiläa gesagt hat: „Sei ohne Furcht; glaube nur!"

Wir können uns für den Glauben entscheiden.

 

Durch den Glauben nämlich entdecken wir das heranbrechende Licht.

 

Wir entdecken die Wahrheit. - Wir finden Frieden.

 

Dank unseres Glaubens werden wir niemals Hunger, niemals Durst leiden. Die barmherzigen Gaben Gottes werden uns in die Lage versetzen, unserem Glauben treu zu bleiben, und unsere Seele erfüllen wie eine sprudelnde Quelle, deren Wasser ewiges Leben schenkt. Wir werden wahre und anhaltende Freude erfahren.