Warum ist die Familie so sehr wichtig?



Ein glückliches Familienleben


Die Familie ist ein ganz eigenes Universum. Die Familie ist die wichtigste Einheit unserer Gesellschaft. Erstens ist sie ein sozialer Raum. Wenn dieser "Familienraum" einigermaßen intakt ist, kann jeder in ihm, ob Kind oder Erwachsener, sich angemessen entwickeln und wachsen.

 

Er kann in der Familie Geborgenheit, Vertrauen, Nähe und Intimität erfahren. Für jedes Kind ist dies elementar, um Fähigkeiten zu entwickeln wie Kompetenzen und Handlungspotenzial zu erwerben, welches sie zur Teilnahme am gesellschaftlichen Leben befähigt. Neben der auch materiellen Fürsorge der Eltern für ihre Kinder spielt die Vermittlung von Werten eine wichtige und entscheidende Rolle.

 

Fragt man Kinder, was ihnen am wichtigsten ist, wird man in den allermeisten Fällen die Antwort bekommen: Die Familie und meine Freunde. Diesen werden eine größere Bedeutung als Geld und Besitz beigemessen. So geht es jedenfalls aus einer vorgestellten Studie von Unicef u. der Zeitschrift „Geolino“ hervor. Für die Sechsjährigen bis zu den Vierzehnjährigen seien Freundschaft, Geborgenheit und Ehrlichkeit die wichtigsten Werte. Für die älteren Kinder stehen Freunde und Familie an erster Stelle.


Chancen


Gegen Ende seines Lebens blickte ein Vater darauf zurück, wie er seine Zeit auf der Erde verbracht hatte. Als viel gerühmter, geachteter Verfasser zahlreicher gelehrter Werke sagte er: "Ich wollte, ich hätte ein Buch weniger geschrieben und wäre dafür öfter mit meinen Kindern angeln gegangen.‘ Die Zeit vergeht rasch. Viele Eltern sagen, es käme ihnen vor, als seien ihre Kinder erst gestern zur Welt gekommen". Jetzt sind diese Kinder erwachsen und haben vielleicht selbst schon Kinder. ,Wo sind die Jahre hin?‘, fragen sie. Wir können die vergangene Zeit nicht zurückholen, wir können die jetzige Zeit nicht anhalten und wir können nicht in die Zukunft schauen. Die Zeit ist ein Geschenk, ein Schatz, den man nicht für die Zukunft an die Seite legt, sondern den man in der Gegenwart klug nutzt.

 

Ein glückliches Familienleben kann am ehesten erreicht werden, wenn die Lehren des Herrn Jesus Christus seine Grundlage sind.

 

Erfolgreiche Ehen und Familien gründen und sichern ihren Bestand auf den Prinzipien:

> Glaube

> Gebet

> Umkehr

> Vergebungsbereitschaft 

> gegenseitige Achtung 

> Liebe 

> Mitgefühl

> Arbeit 

> sinnvolle Freizeitgestaltung

 


Verantwortung


Verantwortung und glückliches Familienleben (Mormonen-Familie)

In Gottes ewigem Plan ist die Errettung Sache des Einzelnen, die Erhöhung hingegen Sache der Familie.

In der Familie wird der persönliche Fortschritt gefördert, der „im Plan des Schöpfers für die ewige Bestimmung seiner Kinder … im Mittelpunkt steht“. Die Familie ist Gottes Labor für die Liebe und das Dienen. Dort soll der Mann seine Frau lieben, die Frau ihren Mann, und Eltern und Kinder sollen einander lieben.

Überall in der Welt steht die Familie immer mehr unter Beschuss. Wenn die Familie versagt, versagen letztlich auch viele unserer politischen, wirtschaftlichen und sozialen Systeme. Und wenn die Familie versagt, kann ihr herrliches ewiges Potenzial nicht verwirklicht werden.

Der himmlische Vater möchte, dass Mann und Frau einander treu sind, ihre Kinder achten und sie wie eine Gabe des Herrn behandeln. In solch einer Familie studieren wir die heiligen Schriften und beten gemeinsam. Und wir richten unseren Blick unbeirrbar auf den Tempel. Dort erlangen wir die höchsten Segnungen, die Gott für seine treuen Kinder bereithält.

Dank Gottes großem Plan des Glücklichseins können Familien für immer zusammen sein – als erhöhte Wesen. Der himmlische Vater hat gesagt: „Dies ist mein Werk und meine Herrlichkeit – die Unsterblichkeit und das ewige Leben des Menschen zustande zu bringen.“12 Diese beiden Ziele können dank des Sühnopfers seines geliebten Sohnes, Jesus Christus, verwirklicht werden. Sein Sühnopfer hat die Auferstehung für alle, die jemals leben sollten, Wirklichkeit werden lassen und das ewige Leben als Möglichkeit eingeräumt.


Familienaufgabe


Der wichtige Einfluss der Familie auf Kinder

Unsere wichtigsten und einflussreichsten Aufgaben liegen aber in der Familie. Sie sind deshalb so wichtig, weil in der Familie die Möglichkeit besteht, die Füße eines Kindes am Anfang seines Lebens fest auf den Weg nach Hause zu setzen. 

 

In der Familie wird der persönliche Fortschritt gefördert, der ,im Plan des Schöpfers für die ewige Bestimmung seiner Kinder … im Mittelpunkt steht.



Die Familie Eine Proklamation an die Welt

Die Erste Präsidentschaft und der Rat der Zwölf Apostel der

Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage


Wir, die Erste Präsidentschaft und der Rat der Zwölf Apostel der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, verkünden feierlich, dass die Ehe zwischen Mann und Frau von Gott verordnet ist und dass im Plan des Schöpfers für die ewige Bestimmung seiner Kinder die Familie im Mittelpunkt steht.

Alle Menschen – Mann und Frau – sind als Abbild Gottes erschaffen. Jeder Mensch ist ein geliebter Geistsohn oder eine geliebte Geisttochter himmlischer Eltern und hat dadurch ein göttliches Wesen und eine göttliche Bestimmung. Das Geschlecht ist ein wesentliches Merkmal der individuellen vorirdischen, irdischen und ewigen Identität und Lebensbestimmung.

Im vorirdischen Dasein kannten und verehrten die Geistsöhne und -töchter Gott als ihren Ewigen Vater und nahmen seinen Plan an, nach dem seine Kinder einen physischen Körper erhalten und die Erfahrungen des irdischen Lebens machen konnten, um sich auf die Vollkommenheit hin weiterzuentwickeln und letztlich als Erben ewigen Lebens ihre göttliche Bestimmung zu verwirklichen. Durch den göttlichen Plan des Glücklichseins können die Familienbeziehungen über das Grab hinaus Bestand haben. Heilige Handlungen und Bündnisse, die in einem heiligen Tempel zugänglich sind, ermöglichen es dem Einzelnen, in die Gegenwart Gottes zurückzukehren, und der Familie, auf ewig vereint zu sein.

Das erste Gebot, das Gott Adam und Eva gab, bezog sich darauf, dass sie als Ehemann und Ehefrau Eltern werden konnten. Wir verkünden, dass Gottes Gebot für seine Kinder, sich zu vermehren und die Erde zu bevölkern, noch immer in Kraft ist. Weiterhin verkünden wir, dass Gott geboten hat, dass die heilige Fortpflanzungskraft nur zwischen einem Mann und einer Frau angewandt werden darf, die rechtmäßig miteinander verheiratet sind.

Wir verkünden, dass die Art und Weise, wie sterbliches Leben erschaffen wird, von Gott so festgelegt ist. Wir bekräftigen, dass das Leben heilig und in Gottes ewigem Plan von wesentlicher Bedeutung ist.

Mann und Frau tragen die feierliche Verantwortung, einander und ihre Kinder zu lieben und zu umsorgen. „Kinder sind eine Gabe des Herrn.“ (Psalm 127:3.) Eltern haben die heilige Pflicht, ihre Kinder in Liebe und Rechtschaffenheit zu erziehen, sich ihrer physischen und geistigen Bedürfnisse anzunehmen und sie zu lehren, dass sie einander lieben und einander dienen, die Gebote Gottes befolgen und gesetzestreue Bürger sein sollen, wo immer sie leben. Mann und Frau – Mutter und Vater – werden vor Gott darüber Rechenschaft ablegen müssen, wie sie diesen Verpflichtungen nachgekommen sind.

Die Familie ist von Gott eingerichtet. Die Ehe zwischen Mann und Frau ist wesentlich für seinen ewigen Plan. Kinder haben ein Recht darauf, im Bund der Ehe geboren zu werden und in der Obhut eines Vaters und einer Mutter aufzuwachsen, die die Ehegelübde in völliger Treue einhalten. Ein glückliches Familienleben kann am ehesten erreicht werden, wenn die Lehren des Herrn Jesus Christus seine Grundlage sind. Erfolgreiche Ehen und Familien gründen und sichern ihren Bestand auf den Prinzipien Glaube, Gebet, Umkehr, Vergebungsbereitschaft, gegenseitige Achtung, Liebe, Mitgefühl, Arbeit und sinnvolle Freizeitgestaltung. Gott hat es so vorgesehen, dass der Vater in Liebe und Rechtschaffenheit über die Familie präsidiert und dass er die Pflicht hat, dafür zu sorgen, dass die Familie alles hat, was sie zum Leben und für ihren Schutz braucht. Die Mutter ist in erster Linie für das Umsorgen und die Erziehung der Kinder zuständig. Vater und Mutter müssen einander in diesen heiligen Aufgaben als gleichwertige Partner zur Seite stehen. Behinderung, Tod und sonstige Umstände mögen eine individuelle Anpassung erforderlich machen. Bei Bedarf leisten die Angehörigen Hilfe.

Wir weisen warnend darauf hin, dass jemand, der die Bündnisse der Keuschheit verletzt, der seinen Ehepartner oder seine Nachkommen misshandelt oder missbraucht oder seinen familiären Verpflichtungen nicht nachkommt, eines Tages vor Gott Rechenschaft ablegen muss. Weiter warnen wir davor, dass der Zerfall der Familie über die Menschen, Länder und Völker das Unheil bringen wird, das in alter und neuer Zeit von den Propheten vorhergesagt worden ist.

Wir rufen die verantwortungsbewussten Bürger und Regierungsvertreter in aller Welt auf, solche Maßnahmen zu fördern, die darauf ausgerichtet sind, die Familie als Grundeinheit der Gesellschaft zu bewahren und zu stärken. 

Diese Proklamation wurde von Präsident Gordon B. Hinckley im Rahmen seiner Ansprache bei der Allgemeinen Versammlung der Frauenhilfsvereinigung verlesen, die am 23. September 1995 in Salt Lake City stattfand.

© 1995, 2008 by Intellectual Reserve, Inc. Alle Rechte vorbehalten. Printed in the United States of America.

Genehmigung: Englisch 5/08, Übersetzung 5/08. Das Original trägt den Titel: The Family: A Proclamation to the World. German. 35602 150

 


 

  

Die Erste Präsidentschaft und der Rat der Zwölf Apostel der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage

 

 

 

Die Familie: 

Eine Proklamation an die Welt